10 Tipps für Lean Social Media Marketing

Social Media Marketing gehört heute zu jeder Kommunikationsstrategie von Unternehmen und ist Teil des Content-Marketings.

 

In der Regel bindet das Social Media Management einige Ressourcen: Planer, Texter, Grafiker, Distributoren und Analysten werden benötigt. Unternehmen, die das Lean-Prinzip anwenden und Workflows mit professionellen Tools gestalten, sogar automatisieren, sind klar im Vorteil. Doch starten wir mit unseren Tipps rund um das Social Media Marketing von vorne.

 

1. Social Media-Strategie entwickeln

Bevor Unternehmen in Social Media investieren, sollte eine Strategie stehen, die im Einklang mit den Unternehmenszielen steht und die in die allgemeine Kommunikationsstrategie eingebettet ist. Die Ziele des Social Media Marketings sollten hier klar als KPIs definiert sein und die Zielgruppe sollte im Idealfall als Personas erarbeitet sein. Die beiden Vorgaben sind die Grundlage für die weitere Taktik.

 

2. Lean Prozess etablieren 

Der Lean-Prozess ist im Grunde recht einfach: Unternehmen werden der Strategie gemäß in den sozialen Medien aktiv, messen die Ergebnisse und lernen daraus, um immer besser zu werden. Lernen bedeutet dabei, nicht nur die die KPIs immer besser zu erfüllen, sondern lernen bedeutet auch, das Social Media Marketing als Produkt zu verstehen, bei dem die Experten auch die vier Marketing-Dimensionen im Blick haben sollten: Erstens das eigentliche Produkt, den Content: Wie ist er gestaltet, welche Form hat er und welche Funktionen? Zweitens den Preis: Was kostet Social Media Marketing für das Unternehmen? Drittens die Werbung: Flankiere ich Content mit Social Media Ads? Und viertes den Vertrieb: Wie und wo platzieren Unternehmen den produzierten Content? Alle Dimensionen werden immer genutzt – manchmal eher unbewusst. Aber nur wer ihre Auswirkungen misst, kann aus den Ergebnissen lernen.

 

 

 

3. KPIs festlegen

Abgeleitet aus der Strategie sollten die Experten KPIs festlegen (und später immer wieder auf den Prüfstand stellen): Will ein Unternehmen über die Social Media seine Produkte verkaufen, Leads generieren oder Reichweite schaffen? Wenn das entschieden ist, sollte man die Kenngrößen näher definieren: Geht es im ersten Fall um die Zahl der Verkäufe, um den erzielten Umsatz, um das Verhältnis von Besuchern und Verkäufen oder das Verhältnis vom erzielten Umsatz zu den internen Kosten für das Social Media Marketing? Es lohnt sich alle Fälle, sich intensiv mit den KPIs zu beschäftigen, denn ebenso wie die Strategie wirken sie sich stark auf die Richtung des Social Media Marketings aus.

 

4. Kanäle wählen

Es ist natürlich schön und irgendwie begehrenswert: Aber auf keinen Fall sollten Unternehmen auf allen Kanälen unterwegs sein. Jeder Kanal hat eigene Anforderungen an Textlängen und Bildgrößen, so dass der Aufwand für das Social Media Management mit jedem neuen Kanal steigt – Lean ist das nicht unbedingt. Wählen Sie die Kanäle, auf denen Ihre Zielgruppe aktiv ist: Snapchat und TikTok sprechen andere Menschen und Bedürfnisse an als Twitter oder YouTube. Im B2B-Bereich sind dann Portale wie LinkedIn die Plattformen, über die man Geschäftsbeziehungen anbahnen kann.

 

5. Content Audit durchführen 

In jedem Unternehmen ist wertvoller Content vorhanden. Es kann den Aufwand lohnen, diesen Content zu erfassen, damit man ihn für das Social Media Marketing nutzen kann. Hilfreiche Metriken sind hier: Wann wurde der Content erstellt? Was ist sein Inhalt? Welches Format hat er? Für welche  Phase in der Customer Journey ist er geeignet? Man hat dann eine gute Grundlage, um mit dem Social Media Marketing zu starten.

 

6. Workflows aufbauen 

Der Prozess, um die Helden des Social Media Marketings – die Posts und Artikel – zu erarbeiten, ist wesentlich für die Effizienz. Unternehmen müssen Themen finden und sie in einen Redaktionsplan gießen (Rolle: Planer). Sie müssen den Content produzieren (Rollen: Texter, Grafiker, Filmer). Sie müssen den Content verbreiten, ihn beobachten und auf Kommentare reagieren (Rolle: Distributor und Community Manager). Nicht zuletzt müssen Sie Ihren Content monitoren und die Ergebnisse in die neuen Posts einfließen lassen, aber auch Social Listening betreiben, um Themen zu identifizieren (Rolle: Analyst). Die Abläufe sollten gut strukturiert und allen Beteiligten klar sein, wobei auch eine Person alle Rollen übernehmen kann. Bewährt haben sich Abläufe wie:

  • Ein bestimmter Personenkreis sammelt Themen über ein digitales Tool. 
  • In einer wöchentlichen Redaktionskonferenz berichtet der Analyst über Ergebnisse und die Posts für die Woche werden festgelegt.
  • Die neuen Posts werden erstellt, freigegeben und in einen Kampagnenplaner eingetragen, die sie automatisch zur gewünschten Uhrzeit auf den gewünschten Kanälen postet.
  • Eine Person beobachtet über ein Tool die Reaktionen der User und managed die Community.
  • Und wieder von vorne …

Je nach Unternehmensgröße kann der Ablauf auch monatlich stattfinden. Eine Social Media-Plattform unterstützt die Beteiligten mit einer Reihe von Tools und ist heute im Grunde unerlässlich.

 

 

7. Content unternehmensweit nutzen

Pressearbeit und Marketing verschmelzen immer stärker, da liegt es nahe, das Content gemeinsam verwendet werden kann. Gerade Rich Content zu erstellen – also Bilder oder Filme – ist aufwändig und da ist es dem Lean-Gedanken verhaftet, diesen mehrmals zu verwenden. Ein Film kann in unterschiedlichen Versionen geschnitten werden, aus einem E-Book können mehrere Blogbeiträge werden, aus einem Blogbeitrag eine Menge Twitter-Posts. Andersherum kann die PR-Abteilung über das Social-Listening gute Impulse für die Unternehmenskommunikation bekommen. Eine Social Media Plattform bietet auch an dieser Stelle viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

 

8. Relevanz und Mehrwert für die Zielgruppe schaffen

Firmen-Accounts haben es auf sozialen Medien oft nicht einfach – sie brauchen gute Inhalte, um ihre Zielgruppe zu begeistern und zum Dialog anzuregen. Die Nutzer der sozialen Medien möchten nicht mit platter Produktwerbung konfrontiert werden. Deshalb müssen Inhalte informieren oder Ratschläge geben und/oder unterhalten. Grundsätzlich gilt, dass multimediale Formate wie Bilder, Videos und Audio eher wahrgenommen werden und leichter verständlich sind, als reine Texte.

 

9. Immer wieder testen

Inhalte, Formate und der Zeitpunkt für Veröffentlichungen – es gibt sehr viele Stellschrauben und Unternehmen erfahren nur, was gut funktioniert, wenn sie immer wieder Neues probieren und die Ergebnisse messen – der Kreislauf des Lean Managements endet nie und es gibt immer wieder Überraschungen: Testen Sie deshalb auch mal Posts, von denen Sie nicht ganz überzeugt sind. Es gibt keine Fehler, sondern es geht um das Lernen. Und es ist schon oft vorgekommen, dass Experten von Posts äußert positiv überrascht wurden.

 

10. Regelmäßig posten 

Wenn man nicht Coca Cola oder Apple heißt, wird Reichweite nicht von heute auf morgen aufgebaut. Organische Reichweite erlangen Sie vor allem durch langfristiges Engagement und regelmäßiges posten von relevanten Inhalten. Bevor Sie starten, machen Sie sich klar: Welche Ressourcen benötigen Sie, welche Tools und was sollen die Ergebnisse sein? Wer dranbleibt und keinen Luftschlössern nachjagt, wird seine Ziele erreichen – ob es Verkäufe sind, Leads oder Reichweite.

 

Suchen Sie ein Tool, mit dem Sie Ihr Social Media Management optimal handhaben können?

Ohne digitale Tools ist im Social Media Marketing kaum etwas so effizient, wie es sein könnte. Ideal ist es, eine Social Media-Plattform wie falcon.io einzusetzen, die Funktionen für das Lean Social Media-Management vereint: einen Kampagnenplaner, der Posts auf vielen Kanälen automatisiert verbreitet, eine Content-Bibliothek mit freigegebenen Inhalten, eine Möglichkeit, um Social Ads auszuspielen und Posts zu bewerben, Möglichkeiten für die Zusammenarbeit aller Beteiligten und Funktionen für das Social Listening, für die Erfolgsmessung und für das Management des Engagements der Besucher.