Aus den Medien: ++ Arvato-CEO Matthias Moeller über Verlierer und Gewinner 2020 ++ Wenn Staaten Einfluss auf Unternehmen nehmen 

 

++ Interview mit Arvato-CEO Matthias Moeller: "Ein Wandel, der aus meiner Sicht Bestand haben wird"   

++ Staatliche Einflussnahme bei Unternehmen 

 

 

„Ein Wandel, der aus meiner Sicht Bestand haben wird“ 

Die durch SARS-CoV-2 ausgelöste globale Pandemie ging im vergangenen Jahr an keiner Branche spurlos vorüber. Neben zahlreichen Verlierern – wie der Tourismusindustrie oder dem stationären Handel – gab es jedoch auch Gewinner, die von den massiven wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Disruptionen und der krisenbedingten Beschleunigung der Digitalisierung profitieren konnten. 

Aus Sicht von Matthias Moeller, CEO des Logistik- und Finanzdienstleisters Arvato, stieg vor allem die Nachfrage nach Dienstleistungen im Bereich „Modern Workplace” spürbar an. Insgesamt sei die Akzeptanz von „Remote Work“ durch die Pandemie in vielen Bereichen deutlich gestiegen – ein Wandel, der aus Sicht von Moeller auch langfristig Bestand haben werde. Diese veränderten Herausforderungen einer hybriden Arbeitswelt erforderten jedoch auch stärkere Investitionen in die IT-Sicherheit. Aufgrund des ebenfalls an Bedeutung zunehmenden Themas wirtschaftlicher Souveränität könne dies zu einer Stärkung von „Security made in Germany“ führen. 

Auch hinsichtlich des Zukunftsthema „Künstliche Intelligenz“ sieht Moeller Deutschland gut aufgestellt und bewertet die hiesige Debatte um ethische und moralische Aspekte der Technologie nicht als Wettbewerbsnachteil, sondern als eine Stärke: „Die deutsche Wirtschaft zeichnet […] aus, dass sie für Qualität, innovative, nachhaltige Arbeit und für große Verantwortung steht. Das differenziert uns auch von einigen anderen Wirtschaftsräumen. Daher finde ich es […] völlig nachvollziehbar und positiv, dass es diese Diskussion und diesen Anspruch gibt. Das halte ich für etwas Wertvolles.“

 

Der Staat mischt mit 

Das Onlinemagazin TechCrunch beschäftigt sich mit kartellrechtlichen Auseinandersetzungen und dem staatlichen Einfluss auf große Unternehmen. Während derartige Maßnahmen in den vergangenen Jahrzehnten eher langsam vonstattengingen und auch eher selten der Fall waren, akkumulieren sich diese in jüngster Vergangenheit enorm. Nicht nur in den USA, wo unter anderem Google, Facebook und Amazon scheinbar wöchentlich von den US-Behörden überprüft werden, sondern auch in China, so TechCrunch. 

Dort war die jüngste große Maßnahme in diesem Kontext das Unterbinden des Börsengangs von Ant seitens der chinesischen Regierung. Wie diverse Publikationen daraufhin berichteten, denken die chinesischen Behörden nun darüber nach, Ants Macht noch weiter zu beschneiden. Unter anderem dadurch, dass der Einfluss von Jack Ma drastisch minimiert wird, und der Staat zugleich große Teile des Unternehmens selbst übernimmt. 

Der Fall Ant, so TechCrunch weiter, zeigt zudem auf, inwiefern ein Staat nicht nur über den Handlungsspielraum eines einzelnen großen Unternehmens verfügen kann, sondern auch seine Macht bezüglich des wirtschaftlichen „Miteinanders“ ausübt. Denn Peking, so TechCrunch wörtlich, scheint darauf bedacht zu sein, dass die beiden großen Konzerne Alibaba und Tencent dazu gezwungen werden sollen „to play nicer with each other“. Außerdem sollen die beiden großen Unternehmen dazu verpflichtet werden, Startups stärker zu unterstützen.      

 

 

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Autor: Cision Insights-Team 

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