Aus den Medien:

Bundeskartellamt: zu viele Fake Bewertungen ++ Zukunft von Online-Werbung ++ Online-Nutzung durch ältere Menschen nimmt zu

 

++ Bundeskartellamt: zu viele Fake Bewertungen

++ Zukunft von Online-Werbung

++ Online-Nutzung durch ältere Menschen nimmt zu

 

Bundeskartellamt kritisiert unzureichende Maßnahmen gegen gefälschte Bewertungen 

Das deutsche Bundeskartellamt sorgt sich darum, dass Verbraucher beim Onlineshopping unter unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen seitens Onlineportalen und Suchmaschinen leiden. Mittels einer sogenannten Sektorenuntersuchung hat die Behörde ermitteln lassen, inwiefern Vergleichsportale und Suchmaschinen sich gegen gefälschte Bewertungen von Produkten wappnen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Die meisten Websites setzen hier lediglich auf das nachträgliche Melden von Bewertungen, die auffällig erscheinen, sowie die Anwendung von Wortfiltern. Umfangreiche technische Tools, um gefälschte Bewertungen zu identifizieren, kommen jedoch selten zum Einsatz.

Dies ist beispielsweise möglich, indem nur dann eine Bewertung abgegeben kann, wenn ein sogenannter verifizierter Kauf stattgefunden hat. Mit anderen Worten: Derjenige, der die Bewertung abgibt, muss nachweisen, dass er das Produkt, welches er gerade beurteilt, auch tatsächlich erworben hat. Das Bundeskartellamt kritisiert darüber hinaus, welche Ausmaße das Geschäfts mit gefälschten Bewertungen bereits angenommen hat. Spezielle Dienstleister bieten an, positive Bewertungen zu verfassen, teilweise mit der Beihilfe von Bots; außerdem werden Nutzer damit geködert, kostenlose Produkte zu erhalten, sofern sie positive Bewertungen hinterlassen. Das Bundeskartellamt weist vor allem darauf hin, dass Verbraucher auf „übertriebene Sprache und wiederkehrende Muster“ in Bewertungen achten sollen. Kurzum und salopp: Klingt es überaus positiv und/oder formelhaft, entstand der Text vermutlich mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz oder der Verfasser hat sich schlichtweg dafür „kaufen lassen“.  

 

Die Zukunft des Werbens im Internet: Ohne Kooperationen geht nichts 

Laut Werben & Verkaufen zeichnet sich unter Mediaagenturen „die Bereitschaft zu neuem Denken ab“. Der Grund: Das bevorstehende Aus für das Setzen von Cookies und härtere Datenschutzvorkehrungen. Diese gestalten die Arbeit, vereinfacht ausgedrückt, nicht nur anders, sondern auch schwerer. Agenturen wollen potenziellen Käufern aber natürlich dennoch exakt jene Werbemaßnahmen ausspielen und zu jenen Methoden greifen, die den größten Erfolg versprechen.

Ein zentraler Punkt dieses Unterfangens, so Werben & Verkaufen in dem Bericht, wird es auch sein, dass Agenturen in Zukunft häufiger Kooperationen eingehen. Dadurch geben sie zwar einerseits Daten und Strukturen preis, machen aber zugleich nicht den schweren Fehler „sich in Klein-Klein zu verlieren“. Sven Bornemann, Chef der European Net-ID Foundation, warnt vor allem vor Insellösungen, die nicht kompatibel sind. Ein alternatives Tracking ohne Cookies zu etablieren, wird nur dann funktionieren, wenn die Agenturen an einem (Daten-)Strang ziehen.

 

Zunehmende Online-Nutzung bei der Zielgruppe 60Plus 

Laut einer neuen ARD/ZDF-Onlinestudie ist die Zahl der älteren Online-Nutzer auch aufgrund der Corona-Krise stark angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gesamtzahl der Internetnutzer in Deutschland um 3,5 Mio. angewachsen. Dieser Anstieg ist insbesondere auf eine Zunahme in der Gruppe der über 60-Jährigen zurückzuführen. Die Studienmacher begründen dies auch mit der besonderen Gefährdung älterer Menschen durch die Pandemie und die oftmals damit einhergehende Isolation durch die Restriktionen: „Damit hatte diese Altersgruppe trotz der Empfehlung für Kontaktbeschränkungen die Chance, eine Verbindung zur Außenwelt über moderne Kommunikationstechnik aufrechtzuerhalten.“

Darüber hinaus ist ebenfalls die Zahl der WhatsApp-Nutzer in Deutschland deutlich von 63 auf 68 Prozent gewachsen; auch das könnte laut Experten mit der Corona-Krise zusammenhängen. Zudem überflügelte erstmals die Instagram-Nutzung Facebook mit 15 Prozent im Vergleich zu den 14 Prozent des sozialen Netzwerks. Snapchat kommt auf neun Prozent; Twitter folgt mit fünf Prozent. Das Nutzen von medialen Internetangeboten wie Musik-Streaming, VOD, oder digitalen Artikeln legte deutlich zu. Täglich greifen mittlerweile 50 Prozent auf diese Angebote zurück. 

 

 

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Autor: Cision Insights-Team 

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