Aus den Medien: Bundeskartellamt vs. Facebook ++ Spotify Podcast Ads auch in Deutschland ++ Googles Lösung für die Post-Third-Party-Cookie-Ära 

 

++ Bundeskartellamt vs. Facebook 

++ Spotify Podcasts Ads nun auch in Deutschland verfügbar 

++ FLoC: Googles Post-Third-Party-Cookie-Ära Lösung 

 

Märkte, Macht und Mundt: Das Bundeskartellamt versus Facebook 

Wie jüngst Reuters berichtete, erweitert das Bundeskartellamt seine Untersuchungen gegen Facebook. Das US-Unternehmen war bereits im Dezember in den Fokus gerückt, als das Bundeskartellamt ein Verfahren gegen Facebook einleitete, das mit dessen Virtual-Reality-Produkten zusammenhängt. So soll es, zumindest nach Facebooks Vorstellungen, nur dann möglich sein, seine Virtual-Reality-Produkte zu nutzen, sofern der Konsument über ein Facebook-Konto verfügt.

Andreas Mundt, Chef des Bundeskartellamts, sprach damals von einem „verbotenen Missbrauch einer marktbeherrschenden Position“ seitens Facebook, sofern es wirklich zu diesem Nutzungsmodell kommen sollte. Seit Mitte Januar verfügt das Bundeskartellamt aufgrund einer Gesetzesänderung, vereinfacht ausgedrückt, über „mehr Macht“, um Facebook hinsichtlich der gewünschten Nutzungsmodalitäten in die Schranken zu weisen.

Konkret möchte das Bundeskartellamt nun ermitteln, ob Facebook über eine sogenannte „überragende marktübergreifende Bedeutung“ verfügt. Mundt schließt dies nicht aus, zumal Facebook darüber hinaus WhatsApp und Instagram zu seinem Firmenkosmos zählt. 

 

Spotify Podcast Ads ab sofort auch in Deutschland und Großbritannien verfügbar 

Werbetreibende und Agenturen in Deutschland und Großbritannien haben ab jetzt Zugriff auf das Werbeformat Spotify Podcast Ads und das Steuerungstool Streaming Ad Insertion. Diese neuen Produkte bieten die Möglichkeit, Podcasts noch besser auf der Plattform zu monetarisieren. Mit den Tools sollen Unternehmen jetzt bestätigte und messbare Ad-Impressions bereitstellen, die mit Hilfe von Zielgruppen-Insights und Ad-Performance-Daten zur Optimierung der Audio-Werbestrategien beitragen. Werber und Agenturen können Spots in fast allen verfügbaren Spotify-Original und Spotify-Exclusive Podcasts platzieren. Otto, die Agenturgruppe Mediacom und Linkedin gehören mit zu den ersten in Deutschland, die das neue Angebot des Streaming-Services nutzen. Die Unternehmen lobten, dass durch die neuen Tools eine Messbarkeit der Reichweite erreicht wird, die vorher nicht gegeben war.

Spotifys Vertriebschef für Großbritannien und Pan-EMEA, Rak Patel, erklärt, dass die Einführung der neuen Werkzeuge einen deutlichen Schritt nach vorne für die Podcast-Branche darstellt, um Marken Metriken jenseits von Episoden-Downloads anzubieten. "Das Entscheidende ist, dass wir in der Lage sind, einem Vermarkter die Art von Einblicken und Daten zu geben, die er von einer digitalen Marketingkampagne erhalten würde: Impressionen, Einblicke in die Zielgruppe, Reichweite, all die Dinge, die das A und O sind, was ein Vermarkter von jeder seiner digitalen Aktivitäten will", führt er weiter aus. 

 

Googles Lösung für die Post-Third-Party-Cookie-Ära: FLoC 

Nach Mozilla und Apple kündigte auch Google im vergangenen Jahr an, künftig auf sogenannte Third-Party-Cookies zu verzichten. Nun hat der Suchmaschinenriese erste Informationen über seinen neuen Ansatz zur Messung und Bereitstellung von Anzeigen bekanntgegeben. Laut Informationen des Branchendienstes The Drum nennt sich die datenschutzfreundlichere Lösung „FLoC“ (Federated Learning of Cohorts). Hinter dem Akronym verbirgt sich eine Methode, mit der „große Gruppen von Menschen mit ähnlichen Interessen zusammengefasst" werden. Diese sind dabei nicht nur anonymisiert, laut Google werden Nutzerinformationen auch nur auf dem jeweiligen Gerät verarbeitet und nicht über das Web verbreitet. Laut Google erreicht FLoC eine im Vergleich zu Cookie-basierter Werbung 95%ige Effizienz bei der Konversion pro ausgegebenem Dollar.

Kritik an Googles Plänen kommt unter anderem von der Vereinigung Marketers for an Open Web (MOW): "Googles Vorschläge sind schlecht für unabhängige Medieninhaber, schlecht für unabhängige Werbetechnologien und schlecht für Werbetreibende. Diejenigen, die davon am stärksten betroffen sein werden, sind kleine lokale Verlage und unabhängige Unternehmen - sie werden effektiv vom offenen Online-Werbemarktplatz abgeschnitten, was verheerenden Schaden für ihre Unternehmen bedeutet.“ 

 

 

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Autor: Cision Insights-Team 

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