Aus den Medien:

Pressefreiheit gefährdet ++ Kritik an Urheberrechtsreform  ++ Bewusstsein für Cyberversicherungen wächst

 

++ Pressefreiheit gefährdet

++ Kritik an Urheberrechtsreform 

++ Bewusstsein für Cyberversicherungen wächst

 

Pressefreiheit weltweit stark gefährdet

Eine aktuelle Studie aus Großbritannien zeigt auf, dass mehr als die Hälfte der Nationen weltweit über eine Presselandschaft verfügen, die sich in Bezug auf die Pressefreiheit „in einer Krise“ befindet. Der Wert ist mit 51 Prozent so hoch wie nie zuvor innerhalb der vergangenen 20 Jahre. Zu allem Übel, so führt ein Bericht der Press Gazette aus, hat sich diese Entwicklung in diesem Jahr verschärft, da Falschinformationen sowohl online als auch offline um sich greifen.

2019 war demnach nach den Verfassern der Studie der „perfekte Sturm“ für solch eine Entwicklung. Es kamen vielerorts Proteste, Internet-Shutdowns und aggressive Attacken gegen Journalisten und Aktivisten, die sich für Menschenrechte einsetzen, zusammen. Ein gefährlicher Cocktail für die möglichst freie Zirkulation von Nachrichten, die ungefiltert publiziert werden können und auch mal anecken (dürfen). Indes sollte nicht vergessen werden, dass es seitens einiger Nationen auch konkrete Maßnahmen gibt, um die ungehinderte Veröffentlichung und Zirkulation von Nachrichten zu gewährleisten. Jedoch gab es gleichermaßen eben auch Regierungen, die die Corona-Pandemie laut der Studienverfasser „als Vorwand“ dazu nutzten, um die Meinungsäußerung in den Medien, auf den Straßen und online einzuschränken.

 

Breite Kritik von Inhalteanbietern an geplanter Urheberrechtsreform

Zahlreiche Verbände aus der Medien-, Kultur- und Filmbranche haben mit deutlicher Kritik auf die geplante Reform des Urheberrechts reagiert. So bemängelten ARD, ZDF und der Verband Privater Medien e. V. (Vaunet) in einer gemeinsamen Erklärung „rechtlich bedenkliche proaktive und rückwirkende Berichtspflichten für Sender, Produzenten und Verwerter gegenüber einer unüberschaubaren Vielzahl an Mitwirkenden an Audio- und audiovisuellen Inhalten". Wie unter anderem dwdl.de berichtet, enthalte der am 13. Oktober vom Justizministerium veröffentliche Referentenentwurf einen „immensen bürokratischen Mehraufwand mit hohen Mehrkosten“ und stünde in keinem Verhältnis zu möglichen Vorteilen.  Das gemeinsame Fazit: „Der Produktionsstandort Deutschland wird dadurch in seiner Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig geschädigt."

Laut Werben & verkaufen online sehen zudem der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) die Rechte von Urhebern auf Internetplattformen nicht ausreichend geschützt. Die vorgesehene Möglichkeit, dass Nutzer urheberrechtlich geschützte Werke und Teile davon auf Plattformen hochladen können, solange keine kommerzielle Zwecke verfolgt werden, berge die Gefahr, dass Presseverlagen wie Journalisten das Verfügungsrecht über ihre Werke und Leistungen entzogen werde.

Das Bundesjustizministerium will das Urheberrecht an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarktes in der Europäischen Union anpassen. Zu dem vorgelegten Entwurf werden bis Anfang November Stellungnahmen von verschiedenen Verbänden und Institutionen erwartet. Ziel ist, dass die entsprechenden EU-Richtlinien bis Sommer 2021 in nationales Recht umgesetzt sind.

 

Bewusstsein für Cyberversicherungen wächst

Immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland scheinen den Wert von Cyberversicherungen zu erkennen. Eine Umfrage von Forsa, in Auftrag gegeben von der Deutschen Versicherungswirtschaft, zeigt auf, dass insbesondere bei Unternehmen mit einer Mitarbeiterzahl von 50 bis 249 Mitarbeitern das Interesse groß ist. 2018 verfügten nur 22 Prozent dieser Firmen über eine derartige Versicherung oder dachten über den Abschluss einer solchen nach. Mittlerweile ist dieser Anteil mit 43 Prozent fast doppelt so hoch.

Kleine Unternehmen (zehn bis 29 Mitarbeiter) zeigen eine ähnliche Tendenz. 2018 wussten überhaupt nur 70 Prozent dieser Unternehmen, dass es Cyberversicherungen gibt. In diesem Jahr sind es mit gut 90 Prozent schon 20 Prozent mehr. Außerdem intendierten vor rund zwei Jahren nur 17 Prozent dieser Unternehmen, eine Cyberversicherung in Anspruch zu nehmen, während es heute fast 35 Prozent sind.

Insgesamt, so besagt die Umfrage darüber hinaus, hat sich auch die Zahl des Vertragsbestandes beträchtlich maximiert. Gab es 2018 rund 50.000 laufende Verträge mit Cyberversicherungen, waren es im vergangenen Jahr 60.000, was einem Plus von 20 Prozent entspricht. Allerdings: Da es in Deutschland insgesamt knapp drei Millionen Unternehmen gibt, ist diese Zahl noch stark ausbaufähig.

 

 

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Autor: Cision Insights-Team 

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