Aus den Medien: ++ Axel Springer möchte „bestmögliches Umfeld für Vielfalt“ schaffen ++ 85 % aller Verlage sehen in First-Party-Daten eine "wichtige Einnahmequelle", sind aber mit der Nutzung überfordert ++ Digitalisierung im Mittelstand: Unverzichtbar, aber kostenintensiv

 


++ Axel Springer möchte „bestmögliches Umfeld für Vielfalt“ schaffen

++ 85 % aller Verlage sehen in First-Party-Daten eine "wichtige Einnahmequelle", sind aber mit der Nutzung überfordert

++ Digitalisierung im Mittelstand: Unverzichtbar, aber kostenintensiv

 

 

Axel Springer möchte „bestmögliches Umfeld für Vielfalt“ schaffen

Um das Zugehörigkeitsgefühl seiner Mitarbeitenden auszubauen, hat sich die Verlagsgruppe dazu entschieden, bis 2026 mindestens 40 Prozent aller Top-Führungspositionen mit Frauen zu besetzen und auch Menschen nicht-binären Geschlechts auf allen Ebenen zu „besserer Sichtbarkeit“ zu verhelfen. Gleichzeitig verpflichten sich auch die Tochterunternehmen zu eigenen Zielsetzungen für eine größere Geschlechtervielfalt im Managementbereich. Diese pendeln zwischen 30 % und 50 %. Nach eigener Rechnung reflektiert Axel Springer somit das Geschlechterverhältnis der Bevölkerung und hofft, auf Basis der angestrebten Geschlechtergerechtigkeit „nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg“ zu sichern. Wie der Medienkonzern außerdem bekannt gegeben hat, möchte er die Zahl seiner Journalistinnen und Journalisten – zusätzlich zum Einkauf des US-Medienunternehmens Politico – in den nächsten Jahren um mehr als 3000 erweitern.

 

85 % aller Verlage sehen in First-Party-Daten eine "wichtige Einnahmequelle", sind aber mit der Nutzung überfordert

Wie aus einer vom Werbetechnologie-Unternehmen OpenX in Auftrag gegeben Studie hervorgeht, nutzen 66 % der Unternehmen 1P-Daten, um ihre Werbeeinahmen zu steigern, während zugleich lediglich 53 % angeben, dass diese für ihre Werbeverkäufe wichtig sind. Eine weitere Diskrepanz besteht darin, dass nur 21 % der befragten Unternehmen 1P-Daten als "sehr wichtig" bezeichnen, 50 % aber davon ausgehen, dass sie in Zukunft unter diese Kategorie fallen werden.

Ursächlich für die widersprüchlichen Angaben ist nach Ansicht der Studienautoren ein "Mangel an aktuellen Lösungen für die Aktivierung der Daten": Auf einer Skala von 1 bis 10 liege die Durchschnittsnote für 1P-Daten-Tools bei 6,5. "Legacy-Identifier wie Third-Party-Cookies und IDFA sind immer noch auf dem Rückzug", so OpenX-Vorstand Tom Levesque. "Die Verlage haben klugerweise erkannt, dass First-Party-Daten einen großen Teil der Lücke füllen werden." Die Studienergebnisse verdeutlichten, dass es für Ad-Tech-Anbieter einen "klaren Bedarf" gebe, "diesen Übergang mit besseren First-Party-Lösungen für Publisher zu unterstützen".

 

Digitalisierung im Mittelstand: Unverzichtbar, aber kostenintensiv

Das Mittelstandspanel der Investmentbank KFW zeigt auf, dass ein Drittel aller deutschen Unternehmen seinen Bedarf an digitalen Kompetenzen derzeit nicht decken kann. Diese Zahl wird umso kritischer, wenn man sich bewusst macht, dass 80 Prozent der kleinen und mittelgroßen Unternehmen zugleich angeben, dass sie grundlegende digitale Kompetenzen als „unverzichtbar“ ansehen.

Vor große Herausforderungen, so schlussfolgert die KfW-Analyse, steht somit der deutsche Mittelstand. Immerhin scheinen die Unternehmen die Dringlichkeit erkannt zu haben und dies innerhalb ihrer Möglichkeiten anzugehen: Vier von zehn Digitalisierungsprojekten sind darauf ausgerichtet, die Kompetenzen der Mitarbeiter durch Fort- und Weiterbildung oder Neurekrutierung zu erweitern. Indes bleibt der finanzielle Aspekt ein Problem, denn 2020 mussten fast 40 Prozent der mittelständischen Betriebe ihre Weiterbildungsaktivitäten reduzieren, da inmitten der Corona-Krise ansonsten deren Liquidität noch mehr gelitten hätte, als sie es ohnehin schon tat.

"Die Corona-Krise und der damit verbundene Einbruch der Weiterbildungsaktivität trägt dazu bei, dass der Mittelstand bei den Digitalkompetenzen der Beschäftigten auf der Stelle tritt. Das sind schlechte Nachrichten, denn wir befinden uns mitten in digitalen Strukturwandel. Zukunftsinvestitionen erfordern digitales Know-How", fasst Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW, zusammen.

 

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Autor: Cision Insights-Team 

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