Journalisten und Social Media: die Ansicht, zu welchem Zweck soziale Medien wichtig sind, ändert sich

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Das die sozialen Medien inzwischen zum Alltag der meisten Journalisten in Deutschland gehören dürfte, ist eine allgemein anerkannte Annahme. Aber wie lange nutzen Journalisten die sozialen Medien tatsächlich und für welche Aufgaben? Auch in diesem Jahr hat die Social Journalism-Studie darauf wieder interessante Erkenntnisse ans Licht gefördert.

Fast drei Viertel der Befragten (72%) nutzen die sozialen Medien jeden Tag für Ihre Arbeit und ein Viertel (25%) sogar mehr als drei Stunden täglich. Setzt man diese Ergebnisse in Verbindung mit den Ergebnissen der vergangenen Jahre stellt man allerdings fest, dass sich die Zeit, die von deutschen Journalisten auf soziale Medien verwendet wird, durchaus verändert hat (siehe Tabelle). So ist beispielsweise der Anteil der Journalisten, die soziale Medien täglich nutzen, von 63% in 2014 auf 72% 2017 gestiegen. Im gleichen Zeitraum ist der Anteil an Journalisten, die die sozialen Medien weniger regelmäßig nutzen, 2014 und 2017 von 38% auf 28% gesunken. Hier wird sehr deutlich, dass der Umgang mit sozialen Plattformen im Arbeitsalltag von Journalisten ein wesentlicher Faktor geworden ist. Interessant ist deshalb die Frage, für welche Zwecke sie diese nutzen – oder auch nicht nutzen.

 

72% der Journalisten nutzen soziale Medien täglich für Ihre Arbeit. #SJS2017 Click to Tweet

Für welche Aufgaben soziale Medien wichtig sind

Die Ansichten, für welche Aufgaben soziale Medien wichtig sind, haben sich mit der Zeit gewandelt. In diesem Jahr schätzen Journalisten soziale Medien für viele Aufgaben als weniger wichtig ein. Auch wenn Journalisten soziale Medien aus verschiedenen Gründen verwenden, sind die wichtigsten Aufgaben die Veröffentlichung und Promotion eigener Inhalte, Medienbeobachtung sowie die Interaktion mit der eigenen Zielgruppe.

 

Journalisten schätzen die sozialen Medien für viele Aufgaben weniger wichtig ein. #SJS2017 Click to Tweet

Im Vergleich zu den Ergebnissen von 2016 hat sich damit nichts geändert. Auch im vergangenen Jahr waren das für Journalisten die drei wichtigsten Aufgaben. Geändert hat sich aber der Anteil der Journalisten, die diese Aufgaben als wichtig oder sehr wichtig erachten. Haben 2016 noch 74% der Journalisten die sozialen Medien für die Veröffentlichung und Promotion von Inhalten als wichtig oder sehr wichtig bewertet, so waren es 2017 nur 64%.  

Eine weitere Aufgabe, für die Journalisten die sozialen Medien nutzen, ist die Verifizierung von Informationen. Allerdings hat im Laufe der Jahre der Anteil an Journalisten, der die sozialen Medien als wichtig oder sehr wichtig zur Verifizierung von Informationen erachtet, sich deutlich verändert. 2011 lag der Anteil noch bei 59%, sank bis 2016 auf 35% und 2017 weiter auf 30%. Ein Grund dafür darf sicherlich die Diskussion rund um das Thema „Fake News“ sein und der dadurch erlittene Vertrauensverlust von sozialen Medien. In diesem Zusammenhang ist es auch interessant zu sehen, dass soziale Medien in diesem Jahr auch als weniger wichtig zur Recherche und zum Netzwerken wahrgenommen werden als in vergangenen Jahren.

 

Zur Prüfung von Informationen nutzen Journalisten soziale Medien immer weniger. #SJS2017 Click to Tweet

 

Inhalte veröffentliuchen und promoten immer noch am wichtigsten

Schaut man nun noch ein wenig genauer auf die Ergebnisse zur Wichtigkeit der sozialen Medienbezüglich spezieller Aufgaben, wird die Bedeutung sozialer Medien zur Veröffentlichung und Promotion journalistischer Inhalte deutlich. So gaben 39% der Befragten an, dass soziale Medien zu diesem Zwecke sehr wichtig sind. 35% glauben das gleiche zum Thema Interaktion mit der Zielgruppe und 26% zur Medienbeobachtung. Der Hauptgrund aus dem Journalisten soziale Medien nutzen ist also die Veröffentlichung, dicht gefolgt von der Interaktion mit der Zielgruppe. Eine nur geringe Bedeutung wird den sozialen Medien von den Befragten für den Erhalt von PR-Pitches gegeben. Nahezu drei Viertel (74%) der befragten Journalisten gaben an, dass die sozialen Medien für diese Aufgabe keine oder nur wenig Bedeutung besitzen. Dies korreliert mit der Feststellung, dass Journalisten den Kontakt mit PR-Schaffenden über E-Mail oder Telefon bevorzugen.

Hier herunterladen: der Deutschlandbericht der Social Journalism-Studie 2017

Laden Sie sich den kompletten Deutschlandbericht der Social Journalism-Studie 2017 herunter und erfahren Sie mehr über das berufliche Nutzerverhalten und die Einstellung von Journalisten in Deutschland gegenüber den sozialen Medien. Insgesamt 10 spannende Ergebnisse haben wir für Sie eingehend beleuchtet. Hier geht es zum Download der Social Journalism-Studie 2017   

About Juliane Herzog

Manager Field Marketing, Content & Events DACH @ Cision Germany GmbH

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